das  bg-plan  Lexikon der Fachbegriffe 

hier mein kleines Fachbegriffe-Lexikon

 

Abgasverluste

Wärme, die mit dem Abgas der Heizanlage verloren geht. Lässt sich durch Brennertechnik reduzieren (siehe Brennwertkessel). Bei niedrigen Abgasverlusten allerdings Gefahr der Schornsteinversottung.

 

Amortisation

Deckung der aufgewendeten Investitionskosten für ein Maßnahmepaket durch deren Einsparung. Die Amortisationszeit sollte unter Berücksichtigung der Preissteigerung und der Kapitalverzinsung errechnet werden.

 

Anlagenverluste

Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung (Abgasverlust), ggf. Speicherung (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung (Leitungsverlust durch ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe (Verluste durch mangelnde Regelung) bei der Wärmeerzeugung.

 

Behaglichkeit  

Behaglich fühlt sich der Mensch bei angenehmer Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Am angenehmsten werden bei Temperaturen von 20-22°C Luftfeuchtigkeiten zwischen 40 und 70 % empfunden (siehe auch die Anmerkungen zur Lüftung). Wegen der Temperaturstrahlung hängt das Temperaturempfinden nicht nur von der Temperatur der Raumluft, sondern auch von der Temperatur der Umgrenzungsflächen ab.

Durch Wärmedämmmaßnahmen erhöht sich die Behaglichkeit und damit der Wohnkomfort in einem Gebäude oft erheblich, weil die Flächen nicht mehr kalt wirken. Umgekehrt kommt es in schlecht gedämmten Objekten auch zu großen Temperaturunterschieden und Zugerscheinungen. Vor allem die niedrigen Oberflächentemperaturen führen zum Unbehaglichkeitsempfinden. Die kalte Wand strahlt Kühle aus, so dass der Mensch auch bei normalen oder erhöhten Raumtemperaturen friert.

Umgekehrt fühlt sich ein Mensch auch bei normalen oder abgesenkten Raumtemperaturen wohl, wenn die Wand "warm" ist. Günstig sind daher auch Flächenheizungen (Wand- und Fußbodenheizung), da hier ein großer Teil der Hülle Wärme abstrahlt. Eine gut gedämmte Gebäudehülle erhöht die Oberflächentemperatur der Bauteile erheblich. Nach der Dämmung kann man also nicht nur mit deutlich verringerten Transmissionswärmeverlusten rechnen, sondern die Raumtemperatur etwas herunternehmen. Ein Grad geringere Raumtemperatur bedeutet rund 6 % Energieeinsparung

 

beheizbare Wohnfläche

Die beheizbare Wohnfläche ist die Summe der Flächen innerhalb der thermischen Hülle. Die Berechnung des Gesamtenergieverbrauchs bezieht sich auf die beheizbare Fläche. Der Energieverbrauch pro m2 entspricht der Energiekennzahl.

 

Bereitschaftsverlust

Beim Aufheizen eines kalten und beim Abkühlen eines Kessels auftretende Verluste. Reduzierbar durch hohe Brennerlaufzeiten. Einfluss auf die Verluste hat auch die Bauart (relative Bereitschaftsverluste).

 

Brennwertkessel

Durch einen zweiten Wärmetauscher entzieht ein Brennwertkessel dem wasserdampfhaltigen Abgas durch Kondensation Wärme. Dadurch wird über den Heizwert eines Brennstoffes hinausgehende Energie genutzt und die Abgase auf niedrige Temperaturen gebracht. Diese Technik stellt besondere Ansprüche an den Schornstein. Gegebenenfalls ist eine Neutralisation des Kondensats erforderlich.

 

Dämmung

Wichtigste Methode der Energieeinsparung. Durch Dämmung wird die Transmission (Wärmeverlust durch Bauteile) herabgesetzt. Bei der Bauteildämmung genutzte Dämmstoffe werden nach ihrem Dämmwert, nach den Kosten, nach dem Energieaufwand bei der Herstellung und unter ökologischen Kriterien beurteilt bzw. unterschieden. Konventionelle Dämmstoffe sind Polystyrol, Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle) und Polyurethanschäume. Alternative Dämmstoffe sind Holzfaserplatten Kork, Zellulosefasern, Hanf, Flachs, Mineraldämmplatten u.v.m. Besonders im Bereich der Dachdämmung sollten neben ökologischen Gesichtspunkten aus Gründen der Behaglichkeit (sommerlicher Wärmeschutz!) auf Holzfaser- und/oder Zellulosedämmstoffe zurückgegriffen werden.

Deckung in %

Die Deckung bezeichnet den Anteil des jeweiligen Heizungssystems am Gesamtaufkommen des Heizwärmebedarfs einschließlich des Warmwasserbedarfs, wenn dieser mit der Heizung ganz oder teilweise erzeugt wird. Die Deckung des Warmwasserbereiters bezieht sich auf den Warmwasserbedarf, der über die Warmwasseranlagen erzeugt wird.

 

Einheiten

Erläuterung der Einheiten

 

Energieumsatz pro Zeiteinheit

= Watt (W) (1 kW = 1.000 W)

Einheil für Energieverbrauch/-leistung pro Jahr

= kWh/a

Flächenspezifischer, jährlicher Energieverbrauch

= kWh/m2a

 

 

 

  

Emissionen

Bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende Schadstoffe und -gase, die durch Schornsteine und Abgasrohre an die Außenluft abgegeben werden und die Luft verunreinigen. Beim Hausbrand sind dies im Wesentlichen CO2, SO2, NOX und Stäube.

 

Endenergie

Die Endenergie bezeichnet die tatsächlich benötigte Energie zum Heizen und zur Bereitstellung des Warmwassers. Mit einbezogen werden die Verluste durch die Bereitstellung, Speicherung, Verteilung und Übergabe der Energie.

 

Energiebilanz

 

 

 

 

 

 

 

 Energiebilanz eines Gebäudes mit ihren Energieströmen  

 

 

 

EnEV

Mit dem Inkrafttreten der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) 2002 wurden die Wärmeschutzverordnung 1995 und die Heizungsanlagen-Verordnung 1998 ersetzt. Inzwischen wurde die EnEV bereits novelliert.

Das Zusammenfassen bzw. Zusammenwirken der baulichen sowie heizungs- und anlagentechnischen Anforderungen bildet den zentralen Ansatzpunkt der EnEV und dient zur weiteren Absenkung des Heizenergiebedarfs.

Im Nachweis wird der Primärenergiebedarf nachgewiesen. Dieser setzt sich aus dem Heizenergiebedarf, dem Energiebedarf für die Warmwassererzeugung, -speicherung und ­verteilung und aller benötigten Hilfsenergien zusammen. Weiterhin berücksichtigt das Berechnungsverfahren den Einfluss von Luftdichtheit und Wärmebrücken.

Die Berechnungen des öffentlich-rechtlichen Energieeinsparungsnachweises sind im Wesentlichen durch folgende Vorgaben gekennzeichnet:

-     unabhängig vom regionalen Standort des Gebäudes. Innerhalb Deutschlands wird ein einheitliches Klima (Normklima) vorgegeben

-     "Nutzer-Normverhalten", z.B. 19 °C Raumtemperatur, 12,5 kWh/m2AN Warmwasserbedarf

-     für das Heizperioden- und das Monatsbilanzverfahren werden zulässige Vereinfachungen und Anwendungsgrenzen festgelegt

Es wird daraus ersichtlich, dass der nach EnEV ermittelte Primärenergiebedarf mit dem zu erwartenden Primärenergieverbrauch abweichen kann.

Weitere, nicht kalkulierbare Unsicherheitsfaktoren stellen die stark vom Nutzerverhalten abhängigen Lüftungswärmeverluste und der Warmwasserverbrauch dar. Das Nutzerverhalten kann in solchen Berechnungsverfahren nur durch Pauschalwerte bzw. gar nicht berücksichtigt werden.

 

Energiekennzahl

Vergleichsgröße zur Bezifferung des Energieverbrauchs bei Gebäuden. Hierunter wird die Energiemenge verstanden, die im Laufe eines Jahres für die Beheizung eines Quadratmeters Wohnfläche verbraucht wird. Bei Einfamilienhäusern liegt die Energiekennzahl zwischen 100 und 300 KWh/m2, möglich sind Werte um 50 KWh/m2 (Niedrigenergiehaus). Bei Mehrfamilienhäusern sind die Werte wegen günstigerem Volumen/Hüllflächen-Verhältnis um etwa 40 % niedriger.

Wenn man z.B. eine 100 m2 Wohnung mit jährlich 1.000 m3 Erdgas beheizt, hat man (bei einem Heizwert von ca. 10 kWh pro m3 Erdgas) eine spezifische Energiekennzahl von
1000 m3 * 10 kWh/m3 : 100 m2 = 100 kWh/m2a.

Energiekennzahlen dienen vorrangig zum Vergleich mit anderen Gebäuden gleicher Art und Nutzung. Beachten Sie jedoch: Bei Kennzahlvergleichen (und auch bei der Erstellung eines Energiepasses) wird der Jahres-Heizwärmebedarfs unter einheitlichen Randbedingungen ermittelt. Ein direkter Vergleich mit Gebäuden aus anderen Klimazonen oder mit abweichenden Nutzungen wäre somit irreführend.

 

Heizkörperthermostat

Regelungseinrichtung am Heizkörper. Das Ventil wird nur dann geöffnet, wenn eine eingestellte Soll-Temperatur unterschritten wird. Sie sind heute bei Wohngebäuden Pflicht.

 

Heizwärmebedarf

Dieser Wert bezeichnet die benötigte Energie zum Heizen des Gebäudes (der beheizbaren Fläche). Hierbei werden die Verluste durch die Außenwände, Fenster, Dach und Keller sowie die Gewinne durch Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und elektrischen Geräten mit einbezogen.

 

Interne Wärmegewinne

Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw. Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.

 

Jahresnutzungsgrad

Er sagt aus, wie stark die Heizanlage ausgelastet ist. Ein gut ausgelastetes System arbeitet wesentlich wirtschaftlicher. Schlechte Nutzungsgrade kommen durch Überdimensionierung zustande.

 

Kapitalwert

Angenommener Geldwert, der zu Beginn der Maßnahme aufzuwenden wäre, um die Maßnahme abzüglich der Energieeinsparung unter Berücksichtigung der Zinsen durchzuführen. Ein positiver Kapitalwert entspricht einem finanziellen Gewinn über die Nutzungszeit.

 

Klimaschutz

Bei der Verbrennung von Kohle, Gas oder Öl wird das Treibhausgas CO2 freigesetzt. Dieses Gas wird für die klimatischen Veränderungen mit verantwortlich gemacht. Ziel ist es deshalb diesen Ausstoß zu verringern.

 

kWh

Kilo-Watt-Stunde, Einheit für Energie, Umrechnungsfaktoren: 1 Liter Heizöl = 10,2 kWh,  1 m3 Erdgas = 8 bis 10 kWh,  1 Liter Flüssiggas = 6 bis 7 kWh

 

Lüftung

Kontrollierte Lüftung ist notwendig, um ausreichend sauerstoffreiche Luft gegen „verbrauchte“ Luft auszutauschen. Als Maßzahl für diesen Lüftungsvorgang dient der so genannte Luftwechsel, der angibt, wie oft innerhalb einer Stunde die Raumluft ausgetauscht wird. Der hygienische erforderliche Luftwechsel wird mit der Mindest-Luftwechselrate von 0,3 (Austausch der gesamten Luft in 3,3 Stunden) angegeben.

 

Lüftungswärmeverluste QV

Neben den Transmissionswärmeverlusten sind die Lüftungswärmeverluste für das Maß des Heizwärmebedarfs bzw. –verbrauchs bestimmend. Lüftungswärmeverluste entstehen zum einen durch kontrollierte Lüftung durch das Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch unkontrolliert durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.

 

Nutzenergie

Die Nutzenergie beziffert die Energie, die bereitgestellt werden muss, um ein Gebäude zu beheizen und das notwendige Warmwasser bereitzustellen unter Berücksichtigung definierter Vorgaben. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren solaren und inneren Wärmegewinne und des Trinkwasserbedarfs.

 

Nutzungsdauer

Angenommene Lebensdauer einer technischen Anlage oder einer Sanierungsmaßnahme, während der sie die geplanten Aufgaben rentabel erfüllen kann. Durch diese Angabe werden verschiedene Maßnahmen wirtschaftlich vergleichbar.

 

Primärenergie

Die Primärenergie ist die Gesamtheit des Energiestroms einschließlich außerhalb des Gebäudes benötigter Energie (Endenergie und Umwandlung).

 

Primärenergieaufwand

Der Primärenergieaufwand beziffert die Energie, die zugeführt werden muss, um ein Gebäude zu beheizen (ca. 20°C) und das notwendige Warmwasser bereit zu stellen plus dem zusätzlichen Energieeinsatz zur Bereitstellung dieser Energie (Erschließung, Anlieferung, Lagerung). So liegt der Primärenergieaufwand beim Einsatz von Strom wesentlich höher als beim Einsatz von Erdgas (Faktor für Strom = 3, für Erdgas = 1,1).

 

Primärenergieaufwandszahl

Diese Zahl beschreibt die Qualität des Heizsystems als Verhältnis zwischen zugeführter Primärenergie und tatsächlich genutzter Energie für Heizung und Warmwasser (kWh Primär / kWh Nutz). Je kleiner die Primärenergieaufwandszahl ist, desto besser ist die Bewertung.

 

Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf beschreibt den errechneten Energiebedarf eines konkreten Gebäudes, der Endenergie die der Nutzer im Gebäude zuführt, einschließlich des Energiestroms, außerhalb des Gebäudes mit Prozessenergien und Transportverlusten.

 

Regelung

Heizenergieverluste können durch optimale Regelung weitgehend minimiert werden. Wichtige Ansatzpunkte: Wärme soll nur dahin gelangen, wo sie zur Zeit auch benötigt wird (Heizkörper- und Raumthermostate); die Vorlauftemperatur soll nur so hoch sein, wie sie zur Erfüllung des Heizzweckes unbedingt erforderlich ist (Nachtabsenkung, Außenthermostat). Die Flammengröße des Brenners soll so eingestellt werden, dass unnötige Stillstandsverluste vermieden werden.

 

Regenerative Energien

Erneuerbare Energien benutzen die in der Umwelt vorhandenen und sich durch natürliche Vorgänge erneuernden Energieformen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Umweltwärme (Wärmepumpen), Sonnenenergie (Kollektoren), Erdwärme (aus tiefen Erdschichten), Wasserkraft (Wasserkraftwerke), Wellenenergie.

 

Solare Wärmegewinne

Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.

 

Systemnutzungsgrad in %:

Dieser umfasst den Nutzungsgrad der Heizungsanlage einschließlich der Wärmeverteilung (Leitungen) im Gebäude. Je höher dieser Nutzungsgrad ist, desto effektiver ist die Heizungsanlage. Beim Einsatz von Solarkollektoren und Wärmepumpen liegt der Nutzungsgrad zwischen 100 und 300 %. Alte Heizungsanlagen weisen dagegen einen Nutzungsgrad < 70 % aus.

 

Transmission

Wärmedurchgang durch ein Bauteil, durch Strahlung und durch Konvektion an den Oberflächen.

 

Transmissionswärmeverluste QT

Besteht zwischen zwei Räumen ein Temperaturunterschied, so wird so lange Wärme vom wärmeren durch die dazwischen liegenden Bauteile zum kälteren Raum fließen, bis die Temperaturen ausgeglichen sind. Diesen Vorgang nennt man Transmission. In der Regel fließt im Winter Wärme aus den beheizten Gebäuden nach Außen, im Sommer kehrt sich dieser Vorgang um.

Dieser Wärmeaustausch lässt sich zwar nicht vermeiden, aber stark vermindern. Entscheidend hierfür ist die Wärmeleitfähigkeit l und die Dicke der Raum begrenzenden Bauteile. Es gibt Materialien, die gut Wärme leiten, z.B. Kupfer und solche mit geringer Wärmeleitfähigkeit wie z.B. Holz oder Poleurethan-Hartschaum, die sich zur Wärmedämmung eignen.

Die Größe der Transmissionswärmeverluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und wird durch den U-Wert angegeben.

 

Trinkwassererwärmung

Der Trinkwasserwärmebedarf wird aufgrund der Nutzung (Anzahl der Personen, Temperatur u.ä.) ermittelt.

 

Umwandlung

Hiermit ist der Energietransport sowie die Energieumwandlung vorgelagerter Prozessketten gemeint (Förderung, Transport, Lagerung der Energieträger). Am höchsten sind diese Umwandlungsverluste beim Strom.

 

U-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient U bezeichnet die Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die Wärmemenge (in KWh), die bei einem Kelvon (Grad) Temperaturunterschied der Luft zu beiden Seiten des Bauteils durch einen Quadratmeter des Bauteils entweicht. Je kleiner ein U-Wert, umso geringer die Transmissionswärmeverluste. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.

 

Wärmebrücken

Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Bauteilbereiche bezeichnet, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen.

Man unterscheidet geometrische und konstruktive, lineare und flächenhafte Wärmebrücken. 

-       Materialbedingte Wärmebrücken entstehen durch einen Materialwechsel im Bauteil und dadurch, daß die Wärmeleitfähigkeit eines Materials größer ist als die der umgebenden Bauteilflächen.

-       Geometrisch bedingte Wärmebrücken entstehen immer, wenn die wärmeabgebende Oberfläche eines Bauteils größer ist als die wärmeaufnehmende Fläche z.B. Gebäudeecken.

-       Konstruktionsbedingte Wärmebrücken sind in der Regel flächenhafte Wärmebrücken und treten immer dann auf, wenn die wärmeübertragende Gebäudehülle bei bestimmten Bauteilen geschwächt ist z.B.
Heizkörpernischen, Auflager für Bodenplatten, Schlitze für Installationsleitungen, usw.

-       Lüftungsbedingte Wärmebrücken sind in der Regel lineare Wärmebrücken und haben grundsätzlich als Ursache konvektive
Luftströme durch Fugen und andere Gebäudeundichtigkeiten. Diese
Gebäudeundichtigkeiten lassen sich mittels einer Blower-Door-Messung feststellen.

Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an Laibungen, Heizkörpernischen unter Fenstern.

 

Wärmeübertragende Hüllfläche

Fläche des Gebäudes, über die eine Wärmetransmission stattfindet. Diese Fläche wird auch als äußere Gebäudehülle bezeichnet.

 

zu dämmende Fläche

Hierbei handelt es sich um die tatsächlich zu dämmende Fläche. Diese kann von der Wärme übertragenden Fläche abweichen. Zum Beispiel gehört der Giebel eines unbeheizten Spitzbodens nicht zur Wärme übertragenden Fläche jedoch zur zu dämmenden Fläche. Die zu dämmende Fläche wird auch als Investitionsfläche bezeichnet.

 

schreiben Sie mir gerne weitere Fachbegriffe die ich mit aufnehmen sollte

 

info@bg-plan.de         ---         www.bg-plan.de